Unser Schulwald

Die Idee einen Schulwald anzulegen, kam im Zuge der Agenda-gespräche aus dem Gemeinderat Stegaurach und wurde von Schulleitung und Kollegium gerne aufgenommen. Bereits im Jahr 1999 begannen die Vorplanungen der beteiligten Behörden: Landratsamt, Gemeinde, Forstamt und Schule. Der Gemeinderat erklärte sich bereit, ein gemeindeeigenes Grundstück im “Klirrsholz“ im Ortsteil Dellern mit 0,3870 ha zur Verfügung zu stellen.

 

Sinn dieses Zukunftsprojekts sollte es sein, Schülern Einblick in Naturzusammenhänge zu geben und durch eigenes Tun eine nachhaltige Beziehung zur Natur aufzubauen. Anfallende Kosten wurden durch Firmenspenden sowie Eigenleistung von Schule und Bauhof gedeckt. Schüler und Lehrer machten sich begeistert ans Werk. Hauptakteure waren Herr Deuber, Herr Kestler und Frau Lassmann. Sie wurden dabei vom damals zuständigen Förster, Herrn Schultheiß, mit Rat und Tat unterstützt.

 

Verschiedene Gruppen der 6.,7. und 8. Klasse übten sich in Geländegeometrie, begannen mit Vermessungsarbeiten, nahmen Bodenproben und bauten im Jahr 2000 einen Wildschutzzaun von 238 lfm um das Pflanzgelände. Im März wurde nach dem Pflanzplan des Försters eine erste Teilfläche sowie ein Waldrand angepflanzt. Traubeneichen, Wildkirschen, Hainbuchen, Winterlinden und Rotbuchen wurden von Elsbeeren, Hundsrosen, Schlehen, Holunder … eingerahmt.

 

Diese Baumarten wurden passend für die Standortbedingungen ausgewählt. Durch fortlaufende Pflegearbeiten und Aktionen rückte der „Schulwald“ zunehmend ins Bewusstsein aller Beteiligten. In den Folgejahren wurden weitere Teilflächen mit insgesamt 3370 Bäumchen bepflanzt. Wiederholt gab es auch Rückschläge: Trockenheit, Frost- und Wildschäden, auch Mäuseverbiss, machten Nachpflanzungen nötig. Ständig musste gegen die Überwucherung durch Gras und Wildkräuter, vor allem Wicken, vorgegangen werden.

 

Für diese aufwändige Kulturpflege war es nicht immer leicht, die Anfangsbegeisterung und Motivation aufrecht zu erhalten. Viele Arbeitsstunden von Schülern und Lehrern wurden in der Freizeit, auch in den Ferien, geleistet. Leider gab es in den letzten Jahren dafür kaum noch AG-Stunden seitens der Schulbehörden. Mittlerweile ist unser „Schulwald“ den Kinderschuhen entwachsen und etwas pflegeleichter geworden.

 

Künftig wird der „Schulwald“