Landfrauen machen Schule

10.​07.​2025

Alle dritten Klassen hatten das Glück beim Projekt „Landfrauen machen Schule“ teilzunehmen und so ganz viel rund um das Thema „Eier“ zu erfahren.

Die Ernährungsfachfrau Yvonne Reh besuchte jede Klasse zunächst im Klassenzimmer für je zwei Unterrichtsstunden. In dieser Zeit erarbeitete sie mit den Kindern u.a. was ein Huhn braucht, damit es gut leben und Eier legen kann. Aber auch spannenden Fragen wie „Wer ist der Feind der Hühner?“ oder „Weshalb haben manche Eier Dellen?“, wurde auf den Grund gegangen. Mit anschaulichem Material und kindgerechten Erklärungen war die Theorie für alle sehr kurzweilig und spannend. Am Ende der Stunde durften sich alle noch bei Butter- oder Frischkäsebrot mit hart gekochtem Ei stärken. Mmmmh lecker!
Doch bei der Theorie blieb es nicht. Wenige Tage nach dem Unterrichtsbesuch, waren wir zu Gast auf dem Hof von Frau von der Linden in Unterschleichach, wo uns Yvonne vor Ort noch mehr erklärte.
Bei einer kleinen Hofrunde verschafften wir uns zunächst einen Überblick. Dabei wurden die kleinen Lämmer und Zicklein besonders liebgewonnen: Sie schleckten neugierig an den Händen, „probierten“ das ein oder andere T-Shirt und ließen sich von den vielen Gästen mit Streicheleinheiten verwöhnen. Danach erfuhren die Schülerinnen und Schüler über die Entwicklung des Kükens im Ei. Wirklich eine Leistung von einer Henne, so ein Ei auszubrüten! Die Kinder durften das nämlich selbst ausprobieren und nachahmen, wie es ist zu brüten und sich nicht auf das Ei (den Ball) zu setzten, sondern mit Abstand den zerbrechlichen Schatz zu wärmen. Puh, das ist so anstrengend! Zum Glück durften sich die Kinder nach 100 Zählzeiten wieder erheben… eine Henne sitzt nämlich ganze 21 Tage, mit nur sehr kurzen Pausen. An weiteren Stationen wurde ein „Eintopf“ für die Hühner zubereitet, indem verschiedenes Gemüse geschnippelt wurde. Auch ein Barfußparcours aus Schafwolle, Sand, Getreide, Heu und Futterpellets durfte erspürt werden. Ganz spannend wurde es an der Station „Wie alt ist das Ei?“ Anhand des Tiefgangs im Wasser kann man nämlich erkennen, wie alt bzw. frisch ein Ei ist. Bei den auf der Wasseroberfläche schwebenden Eiern war besondere Vorsicht geboten: Achtung, das Ei vorsichtig anfassen, sonst droht Stinkbombengefahr! Sehr beliebt war es auch, mit Federkielen zu malen oder mit Steinen Körner für die Küken zu zerquetschen. Damit war es aber noch nicht genug an Bauernhoferfahrungen. Es gab zwischendurch auch noch einen Abstecher zur nahegelegenen Schafweide, wo die Mutterherde mit Melonenstücken gefüttert und gestreichelt werden durfte. Abschießend stand dann noch der Besuch der Hühnerschar an. Dabei nahm das ein oder andere Kind noch einmal seinen ganzen Mut zusammen und ließ die Hühner aus seiner Hand picken. Wie im Flug war der Unterrichtsvormittag vergangen und wir konnten jede Menge Wissen, Erfahrungen und bleibende Eindrücke mit nach Hause nehmen. Ein riesiges DANKESCHÖN an Yvonne Reh und Frau von der Linden für diesen tollen Schultag!

 

Heidi Müller

 

Bild zur Meldung: Landfrauen machen Schule